Knochenchirurgie (Osteosynthese)

Die chirugische Versorgung von Knochenbrüchen unter Verwendung von Nägeln, Drähten, Schrauben und Platten wird Osteosynthese genannt. Ziel ist dabei, eine möglichst optimale Heilung von Knochenbrüchen unter Erhalt der natürlichen anatomischen Situation zu erreichen.

Knochenbrüche an Vorder- oder Hintergliedmassen, die mit Hilfe der Osteosynthese versorgt werden, machen aufwendige und von Tieren nur schwer tolerierte Gipsverbände oder Schienen meist überflüssig.

Bei vielen Frakturen ist nur mit der Osteosynthese überhaupt mit einer Heilung zu rechnen.

So müssen gelenknahe Brüche und Frakturen mit Gelenkbeteiligung  mittels Osteosynthese versorgt werden, um eine ordnungsgemäße und schmerzfreie Gelenkfunktion ohne schwerwiegende Veränderungen und ohne bleibende Schäden (Arthrose) zu gewährleisten.

Die Osteosynthese ermöglicht eine frühzeitigere und  kontrollierte Bewegung des erkrankten Beines. Gelenkschäden und Muskelschwund  werden auf diese Weise wirksam vorgebeugt.

Knochenbrüche im Bereich des Gesichtsschädels und der Kieferknochen, wie sie häufig bei Katzen und Hunden nach Autounfällen auftreten, erfordern häufig eine  chirugische Stabilisierung mit Hilfe von Metallimplantaten, um eine störungsfreie Nahrungsaufnahme zu erhalten.

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Fallbeispiel:
Unterschenkelfraktur bei einem 6 Monate alten Hundewelpen, Röntgenbild links vor und rechts nach der OP, das Implantat konnte bereits nach 8 Wochen wieder entfernt werden

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